reflections

Bilanz...

Ich ziehe Bilanz nach der ersten Woche auf der Arbeit nach meinem Urlaub, vielleicht sollte ich aber vorher noch etwas erwähnen, um die Bedeutung dieser Woche für mich hervorzuheben. Fangen wir von vorne an....

 

Vor meinem Urlaub:

 Krise, Krise, Krise, Krise. Eine schlimme Krise und ein negatives Ereignis jagt das nächste. Man bot mir einen Aufhebungsvertrag an, mit wirklich lächerlichen Konditionen. Ich würde sofort freigestellt werden bis Ende November und würde mein Gehalt weiter bekommen. Mir wurden 3 Tage gegeben, darüber nachzudenken. Ich weiß jetzt, dass ca. 60 bis 80 Mitarbeiter angesprochen wurden, mit demselben Angebot, natürlich hat niemand angenommen.

Eine Woche später wurde mir gesagt, man hätte keine Verwendung mehr für mich in einem bestimmten Projekt, bei dem ich wirklich mit sehr viel Interesse dabei war.


Was soll ich sagen, das war so ziemlich der Höhepunkt meiner Krise und ich sehnte den Urlaub wirklich sehr herbei. So sehr, dass ich schon in meinem Urlaub schmerzhaft feststellen musste, dass der viel zu schnell vorbei sein wird und ich wieder dahin muss.

Vorausgegangen waren übrigens noch 2 verzweifelte Jahre, in denen ich nur noch darüber nachdachte, ob ich gemobbt werde, oder ob ich mir das alles nur einbilde.

Ja, eine Depression kam auch noch hinzu, ob durch die Arbeit oder eine Trennung von vor ca. 4 Jahren, das weiß ich nicht. Jedenfalls dachte ich in meinem Urlaub viel darüber nach, dass ich einen neuen Job brauche und dass mir die Arbeit keinen Spaß macht und ich da sowieso nicht genug zu tun habe. Aber was ich beruflich machen will? ohjee, kein Plan. Ich dachte, ich kann ja eh nix, und weiß nicht was ich will.

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Dann ist mir ein Satz eingefallen, den mein Papa mir mal gesagt hat und was soll ich sagen? Es hilft ungemein, jedenfalls mir, ich mag diesen Satz wirklich sehr:

Ärgere dich nicht über das was du nicht geschafft hast, sondern freu dich über das, was du geschafft hast!


Naja, auf jeden Fall hab ich mir fest vorgenommen, wenn der Urlaub vorbei ist, dann stürzt du dich in die Arbeit, egal ob da noch ne Kündigung kommt oder nicht. Aufgaben, die dir keinen Spaß machen, die gehst du jetzt erst recht an, und beißt dich durch! Nicht aufgeben! Große Ziele in viele kleine Ziele einteilen!

Es hat geklappt! Ich habe tatsächlich diese Woche sehr viel gearbeitet, und das wirklich produktiv. Kein Zeitfüller, sondern Arbeit, die wirklich wichtig war. Ich hab mich reingekniet und bin jeden Abend mit einem guten Gefühl nach Hause gegangen ("Dieser Tag war nicht umsonst, ich habe ihn genutzt!"

Ungewöhnlich nur für meinen Körper, der sich jetzt ziemlich ausgelaugt fühlt. Nein, ich arbeite nicht körperlich, ich sitze an einem Schreibtisch und grübel, dass mir der Kopf raucht um auf Lösungen zu kommen, oder darüber nachzudenken, von wem ich wie am schnellsten an die richtigsten Informationen komme.

Ich reiß mich zusammen, wenn jemand versucht mich auf die Palme zu bringen, und denke mir "der hat bestimmt Probleme zu Hause" und mache mir keine Gedanken mehr darüber, warum mich wer nicht mag. Das lenkt alles nur ab von der Arbeit.

Ich weiß jetzt, dass ich wieder die richtige Einstellung zur Arbeit und zum Leben gefunden habe und ich weiß auch, dass ich schaffe, wieder mein Leben zu nutzen, damit es sich für mich nicht mehr vergeudet anfühlt!

Ich bin stolz auf mich 

 

 

Und sollte mein jetziger Arbeitgeber mich wirklich loswerden wollen, dann wird er irgendwann schon merken, was für eine schlaue Blitzbirne sie da verloren haben. Es wird schon noch genügend andere Arbeitgeber geben, die meine Fähigkeiten zu schätzen wissen und wissen, wie sie die beste Leistung aus mir herauskitzeln, was ich damit sagen will:

 

Eine Kündigung ist kein Weltuntergang!

 

14.8.09 20:30

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