reflections

Nichts bleibt wie es ist...

So langsam bewegt sich wieder alles in richtung Normalität. Eigentlich verrückt, wie sehr ich mich nach Normalität sehne, wenn ich bedenke, wie ich die Normalität früher gehasst habe.

Aber irgendwann wurde eben alles sehr extrem, und das war mir dann zu anstrengend. Heute bin ich krank geschrieben wegen einer Blasenentzündung und das hatte ich schon viele viele Jahr nicht mehr....

Ist euch mal aufgefallen, dass man nach jeder durchgemachten Krankheit sich enorm weiter entwickelt hat? Besonders auffällig ist das ja bei Kindern nach den typischen Kinderkrankheiten, aber es fällt mir auch bei mir immer noch auf, besonders im Moment, wo ich wirklich viel und hart an mir arbeite.

Ich habe mal ein altes Buch geschenkt bekommen, es heißt "Krankheit als Weg - Deutung und Be-deutung der Krankheitsbilder"

Also, zuerst war es "nur" eine Blasenentzündung, dann doch schmerzhaft richtung Nieren ging.

Beim Durchlesen bezüglich Blasenkrankheiten wirft der Autor folgende Fragen auf:

1. An welchen Bereichen halte ich fest, obwohl sie überlebt sind und darauf warten, ausgeschieden zu werden?

2. Wo setze ich mich selbst unter druck und projiziere ihn auf andere?

3. Von welchen verbrauchten Themen sollte ich loslassen?

4. Worüber weine ich?

 

Ich denke, das passt in meiner momentanen Situation ganz gut. Aber als ich mir das Thema über Nieren durchgelesen habe, und hierbei klar wurde, dass es um das Thema Partnerschaft geht..... puh, irgendwie macht das echt alles Sinn....

Ich kann spüren, wie ich innerlich wachse, und es ist ein gutes Gefühl :-)

10.9.09 12:57, kommentieren

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Rückschlag...

eben kommt es wieder hoch.... alles kommt wieder hoch, ich hasse mich so für meine emotionale Instabilität!

Der Schmerz kommt hoch und was tue ich? Rufe ihn an und sage ihm, wie ich mich fühle und fühle mich anschließend noch mieser!

Kann man denn nicht wenigstens absolute Perfektion in Sachen Treue erwarten? Ist das wirklich zu viel?

Was sind das für Menschen, die es schaffen, offene Beziehungen zu führen? Die damit klar kommen, dass der Partner mit anderen Zärtlichkeiten austauscht? Ich wünschte, ich könnte die körperliche Treue nicht so extrem wertschätzen, das würde alles viel einfacher machen....

Es war nur ein Kuss, im Vollsuff, ohne Bedeutung (???!!!) Ich könnte niemals, niemals, niemals, niemals so voll sein, dass ich jemanden küsse, den ich nicht kenne! Körperkontakt mit wildfremden Menschen, das ist so ekelhaft!

Ich will nicht alleine sein, aber ich fühle mich so verdammt alleine auf diesem Planeten........... und alles so sinnlos...........

31.8.09 22:32, kommentieren

Wie kommt es allgemein zu Enttätuschungen?

Wie kommt es zu Enttätuschungen?

Ich bin sehr sehr oft in meinem Leben enttäuscht worden. Und ich denke nicht, dass ich die einzige auf der Welt bin.

Gedanken wie "Warum immer ich?" - "Womit hab ich das verdient?" - Was ist mit mir nicht in Ordnung?" haben mich nun viele Jahre gequält.

Oft wurde mir gesagt dass ich meine Erwartungen nicht so hoch stecken soll,  meine Ansprüche an das Leben, Arbeit, Freunde, Familie und Partnerschaft runterschrauben soll.

Ich war nicht bereit dazu. Ich sah es überhaupt nicht ein. Ich wollte immer das Beste vom Besten, weil ich der Meinung war, dass ich es verdient habe, und nicht einsehen wollte, warum ich mich mit weniger zufrieden geben sollte.

Filme, Bücher, Zeitungen,.... sie alle gaukeln einem vor, dass dies die richtige Einstellung sei, um glücklich im Leben zu werden. 

Die Wahrheit ist jedoch: Es gibt nichts, was perfekt ist. Noch nicht mal ich selbst, obwohl ich es immer versuche. Ich versuchte, mich perfekt zu verhalten, um mir selbst das Recht einzuräumen, Perfektion von anderen zu erwarten. Die Folge davon: Ich konnte mir und anderen keine Fehler verzeihen. Wer nicht perfekt war, war nichts wert. Was nicht perfekt war, war auch nichts wert.

Dinge, und Menschen in seinem Leben um sich herum haben wollen, die Perfekt sind, führt im Endeffekt dazu, dass man am Ende eigentlich gar nichts hat.

Aber was ist perfekt? Wer gibt das Maß vor, an dem man messen kann ob etwas nicht perfekt ist? Perfekt hieß für mich immer Makellos, ohne Fehler. Wie konnte ich bloß auf den Gedanken kommen, dass Perfektion - in meinem Sinne - überhaupt existiert?

Ich habe eben mal die Definition des Begriffes Perfektion bei Wikipedia nachgeschaut und dort steht:

die Vollkommenheit oder die Vollendung von etwas, also etwas, das sich nicht weiter verbessern lässt

 Was wäre, wenn wir einen Partner hätten, an dem sich nichts weiter verbessern lassen würde? Würden wir damit zufrieden sein, bis an unser Lebensende?

Ich glaube nicht....

Wer hat nicht schon einmal einen Herzenswunsch gehabt, der so groß war, dass man glaubte "Wenn dieser Wunsch erfüllt ist, bin ich anschließend wunschlos glücklich" und dem war anschließend nicht mehr so?

Als ich 24 Jahre alt war, habe ich nicht verstehen können, wie andere über ihr Gehalt meckerten, ich war froh überhaupt einen Job zu haben. Ich empfand das gemeckere als undankbar, da ich mich wirklich sehr abgestrampelt hatte. Ich dachte auch, wenn ich nur 200 Euro im Monat mehr verdienen würde, hätte ich keine Geldsorgen mehr.

Heute, mit 32 verdiene ich 500 Euro mehr als damals mit 24, und es reicht mir immer noch nicht. 

Mit eine meiner Aufgaben in meinem Job sind Prozessverbesserungen. Und ich muss gestehen, dass mir diese Arbeit immer viel Spaß gemacht hat. Zu gucken, wo kann man noch was verbessern? Oder Reklamationen zu bearbeiten, Differenzen zu suchen.... das alles hat mir immer viel Spaß gemacht.

Würden die Prozesse auf der Arbeit ihre Perfektion erreichen, so hätte ich diesen Spaß ja gar nicht mehr....

Natürlich waren Differenzen immer das tollste, da man in der Buchführung immer Schwarz auf Weiß sehen kann, ob alles richtig ist. Dachte ich mal :-)

Auch darin können sich Fehler verstecken, die man nicht sofort erkennt, nur weil sich Soll und Haben "perfekt" ausgleicht....

Mir kommt die Perfektion mittlerweile so engstirnig vor, sie schränkt mein Leben ein und sie  gibt mir das Gefühl nichts wert zu sein.

Ich erkenne, dass gerade die Dinge, die nicht Perfekt sind, mir die Augen öffnen und einen weiteren Blick verschaffen.

Und nun zurück zu den Enttäuschungen: Werde ich weiterhin so enttäuscht werden, wenn ich keine Perfektion mehr von mir und anderen Erwarte? Ich hoffe es nicht..... ich werde es ausprobieren...

 

1 Kommentar 29.8.09 11:27, kommentieren

Besser....

Viel Besser heute! Ich kann erkennen, dass es ihm genauso wichtig ist wie mir, die Beziehung weiter zu führen und weiter aufzubauen. Das ist der Punkt, warum ich gewilt bin, ihm zu verzeihen.

Ich denke, ich schaffe es. Ich lass nicht mehr zu, dass andere über mich bestimmen, ob es mir gut geht oder nicht.

Ich habe den Rat meines Vaters befolgt und mir mit einem Kajal auf den Spiegel geschrieben:

 Hier steht der Mensch, der für dein Leben verantwortlich ist!

 

Das ist gut, findet ihr nicht?

28.8.09 10:30, kommentieren

Die Übelkeit....

Der erste Tag ohne Tränen seit vorgestern.

Habe versucht, an einem Brot zu knabbern, da ich gestern auch nur eine scheibe toast, 3 Riegel Schoklade und ein Cola-Bier herunter bekommen habe.

Nach dem Bissen heut kam die Übelkeit. Vielleicht sollte ich es versuchen, zu brechen, aber ich eke mich so sehr davor.

Heute morgen war mir alles geichgültig. Dann kam der Schmerz wieder. Werde ich es schaffen?

Mit meiner Beziehung weiß ich es immer noch nicht, es kommt jetzt darauf an, wie sich alles entwickelt. Wichtig ist jetzt auf jeden Fall Kontakte zu pflegen, so gut wie es geht. Und vor allem meine Leistung auf der Arbeit nicht herunter zu fahren. Deswegen hier nur ein kurzer Status meines Befindens. Heute Abend mehr...

27.8.09 10:52, kommentieren

Noch was....

Ich suche hier keinen Seelenklemptner, dafür hab ich schon jemand tolles gefunden, ich möchte auch nicht jammern.

Ich möchte für mich und für andere dokumentieren, wie man es schaffen kann, aus einem krisen-belastetem Leben herauszukommen. Ich werde es schaffen. Und andere auch.....

26.8.09 13:55, kommentieren

Schicksalsschalg..... der wievielte?

Ich weiß es nicht, ganz ehrlich. Es waren zu viele bisher. Ich arbeite so hart an mir und das, was mir jetzt passiert ist, war ein jahrelanger Alptraum, der nun wahr geworden ist.

Ich weiß nicht mehr weiter, keine Ahnung, wie ich mich entscheiden soll.

Mein Freund beichtete mir gestern Abend am Telefon, dass er am Samstag (er war ohne mich weg) mit einer anderen geknutscht hatte. Es war eine Freundin von einer gemeinsamen Freundin, und diese Tussi wusste auch, dass er vergeben ist.

Unsere gemeinsame Freundin hat ihm die Pistole auf die Brust gesetzt, und ihm gesagt, sie will kein Kontakt mehr mit ihm, wenn er es mir nicht sagt. Er wiederum hatte Angst, dass ich es durch jemand anderen Erfahren könnte.

Er hatte ziemlich viel getrunken - keine Ausrede für mich und auch nicht für ihn. Es tut ihm leid, und er akzeptiert jede Entscheidung meinerseits.

Wir sind seit 7 Monaten zusammen, fast 8 und er war der erste seit meiner letzten ernsthaften Beziehung (das ist 5 Jahre her) mit dem ich mir wirklich hätte mehr vorstellen können.

Er hat ein Kind und hat sich erst letztes Jahr im Sommer von seiner Ex getrennt. Sie waren 8 Jahre zusammen und sein Sohn ist 7. Er sagt, er hat mich lieb, kann aber im Moment noch nicht seinen Gefühlen freien Lauf lassen.

Angeblich hat die Sache von Samstag nichts mit mir zu tun. Verstehe ich nicht, weil ICH diejenige bin, ich verletzt ist. Ich bin nicht gut im verzeihen, alles oder nichts, das ist mein Lebensmotto, mit dem ich nicht besonders gut klar komme, aber innerlich ist das bei mir einfach so. Ich wünsche mir eine Beziehung, aber kann ich das schaffen? Wenn man den Worten anderer Glauben schenkt, dann scheint es völlig normal zu sein, den Partner zu betrügen. Meine Therapeuting sagte zu mir, dass Männer, die Frauen versprechen, für immer treu zu sein, Lügner sind, denn so was könnte nie jemand versprechen.

Und tatsächlich, das einzige was mein Freund an Worten zustande bringt, ist: "Schatz, es tut mir so leid, ich weiß nicht, warum ich es getan habe, ich habe in dem Moment einfach nicht nachgedacht, ich möchte, dass alles wieder so wird, wie vorher, ich hab dich lieb und fühle mich wohl bei dir. Ich hatte nicht vor dir weh zu tun, ich denke nicht, dass so was nochmal vorkommt, ich hoffe es jedenfalls....."

Ich bin sicher, Millionen anderer Menschen auf dieser Erde kennen eine solche Situation, und es sind seltsamerweise immer die gleichen Worte, die danach verwendet werden.

ein Migräne-Anfall gestern Abend war die Folge und ich bin immer noch nicht auf der Höhe, deshalb musste ich mich heute leider krank melden auf der Arbeit und ich hasse mich für diese Schwäche.

Mein Selbstwertgefühl bekommt gerade wieder einen Knacks ab, der nicht unerheblich ist. Was ist schlimmer? Die große Liebe zu finden, bei der man sich absolut sicher ist, dass niemals etwas derartiges passieren könnte und dann erfahren dass es doch passiert?

Oder eine Beziehung zu führen, bei der man sich selbst seiner Gefühle absolut sicher ist und vom Partner selbst weiß, dass die Gefühle, die man investiert, nicht zu 100% zurück kommen, und DANN erfahren, dass etwas derartiges passiert?

Welchen Nutzen könnte es für mich persönlich haben, wenn ich es schaffe, ihm zu verzeiehn? Welche Bedingungen muss er erfüllen, damit ich ihm verzeihen kann? 

Ich halte nichts von Beziehungen, in denen man sich gegenseitig verbietet, alleine mit Freunden auszugehen, aber wie sollte ich beim nächsten Mal ruhig zu Hause sitzen bleiben? Alternativ gäbe es natürlich die Möglichkeit, auch mit Freunden auszugehen, aber könnte ich so einen Abend dann noch genießen? Laufe ich Gefahr, ihm dasselbe antun zu wollen? Was Blödsinnig wäre, denn da seine Gefühle nicht so groß sind wie meine, würde das ihm wohl auch nicht so sehr weh tun, wie er mir damit weh getan hat.

Wo sind die Menschen, die derartige Erfahrungen gemacht haben und mit einem Happy-End aus der Sache herausgekommen sind?

Besteht diese Möglichkeit überhaupt?

Ich suche verzweifelt nach Antworten!

1 Kommentar 26.8.09 10:25, kommentieren



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